Tag 12 Morty at Home

Heute Morgen wieder einmal Regen und Verkehrschaos. Aber heute ist der Tag: ‚back to the roots‘,
Morty’s Tag sozusagen.
Wir fahren nach Abington, das ist die Stadt, in der MG von 1920 bis 1980 Autos produziert hat. Darunter auch unseren kleinen, grünen Freund.
image

Im Rathaus der Stadt ist eine kleine Ausstellung, die Mitarbeiter waren sehr nett, wir durften uns zwei MG Zeitschriften mitnehmen.
image

image

Leider ist ein großer Teil der Fabrik in der Innenstadt abgebrannt. Wir konnten ein Bild in der nähe der alter Fabrik machen, hier sind jetzt Wohnhäuser.
image

Danach ging es ins Brooklands Museum. Auch hier viel Automobil- und Fluggeschichte. Der Brooklands Racecourse Track war die erste Rennstrecke der Welt. Der etwas über 5 km lange Rundkurs wurde 1907 eröffnet.
image

Heute befindet sich noch das Museum auf dem Gelände und seit 2006 eine Mercedes-Benz-World.
image
Der Ber Beruf des Busfahrers ist schwer….

Von Anfang an wurde auf dem Gelände auch geflogen. Die Vickers Ltd. baute hier ca. 18.000 Flugzeuge. In den 70ern wurden sie verstaatlicht zur British Aercraft Corporation und diese wiederum bauten später mit an der Concorde. Rund 30% wurde hier gebaut. Von den 20 Maschinen, die je gebaut wurden steht die Nr. 6 hier im Museum. Wir durften an einem simulierten Flug teilnehmen – mit Mach 2 😁.
image

image

Unser heutiges Quartier ist sehr abenteuerlich (internetbuchung).
Wir sind hier auf einem Schießplatz oder so etwas ähnlichem. Es gab einfach keine (bezahlbaren) Unterkünfte mehr.
image

Tag 11 Oxford

Auf den 280 Kilometern von Wales nach Oxford müssen wir über den Severn. Die 6-spurige Autobahn führt mittlerweile sehr bequem über die 5,2 km lange Zweite Severnbrücke (Wiki)
image

Die großen Universitätsstädte haben alle ein Verkehrsproblem. In Durham, York und auch hier in Oxford staut sich der Verkehr in und aus der Stadt über Kilometer. Schon deswegen haben wir uns außerhalb einquartiert und sind mit dem Bus ins Zentrum mit den Universitäten gefahren. (Teile von uns fanden das nicht witzig) …….

Unglaublich , wie quirlig diese Stadt ist.
image

Phantastische Gebäude und schöne kleine Gassen, die haben uns schon in der englischen Krimiserie Inspector Lewis sehr gut gefallen.

image

image

image

image

image

Da weiß man gar nicht wo zuerst fotografieren, leider sind sehr viele Busse unterwegs und immer irgendwie im Bild.

image

Einen Harry Potter Laden haben wir auch noch entdeckt.
image

In diesem Restaurant haben wir dann sehr gut gegessen und ein Pint Carling (Lagerbier) getrunken.

image

Zum Abschluss haben wir Baden-Württemberg in Oxford verewigt

image

Tag 10 National Botanic Garden of Wales und letzter Tag im Pantglas Owners Club

Ein Lob auf die Genauigkeit der Wetter – App!   Die Vorhersage für heute hat exakt gestimmt, ab 10 Uhr nachlassender Regen und ab 13 Uhr erste Sonnenstrahlen: genau so war es auch.
image

Der Botanische Garten ist sehr liebevoll angelegt. Das große Gewächshaus ist weit sichtbar und eine architektonische Besonderheit. Es gibt keine Stützen, die Kuppel besteht aus Glas und Stahl, ein wenig wie das Olympiastadion in München.
image

Innen wurden die verschiedene Klimazonen der Kontinente mit jeweils einheimischer Flora angelegt. Ein paar Beispiele:

Wir genießen die Sonne und den hier üblichen Tea-Room bei Tee und verschiedenem super leckerem Gebäck.  Das werden wir in Deutschland vermissen.

Morgen Früh brechen wir nach Oxford auf. Es soll Sonnenschein und 22 Grad geben – das heißt Verdeckt runter und Wind um die Nasen wehen lassen!!!

Tag 9 Pantglas Owners Club – Pause im Regen

Es war eine weise Entscheidung eine Pause einzulegen,  es regnet schon den ganzen Tag.
image

Unser Frühstück war wunderbar – ohne dem hier üblichen fettigen Schweinkram und vor allem ohne Eier.
Eigentlich sind wir nicht heikel und probieren fast alles, aber an das Full Englisch Breakfast  können wir uns nicht gewöhnen. Zum Anfang gibt es Cornflakes mit Früchten und Joghurt und dann geht es mit Speck, Eiern, Würstchen, Pilzen, gebratenen Tomaten, natürlich noch Bohnen in süßer Tomatensauce und brauner Soße weiter. Dazu weißen oder braunen Toast. Aber der Tee ist lecker. Die Hauptmahlzeiten hingegen haben wir bisher alle genossen, da hatten wir eher die Befürchtung gehabt, dass wir es nicht mögen.

Heute haben wir zum ersten Mal  unsere Regenponchos gebraucht. Ein Kollege von mir hatte mich ausgelacht, als ich ihm ganz stolz vom Kauf erzählt habe – und wir brauchten sie doch!

image

Einen kleinen Spaziergang haben wir dann doch gewagt und ein paar sehr schöne alte Bäume und Rhododendronbüsche gesehen.

image

und altes Gemäuer haben sie hier auch 😉

image

image

Hoffentlich schüttet es morgen nicht auch so, wie auf dem Video von heute Nachmittag,

denn wir planen einen Ausflug zum National Botanic Garden of Wales.

Tag 8 Devils Bridge und Pantglas Owners Club

Heute Morgen, einmal mehr, Nebel und stark Bewölkt. Wir haben trotzdem die Devils Bridge angefahren und die knappe Stunde Fußweg angegangen. Die drei Brücken wurden im Laufe der Zeit übereinander gebaut. Die älteste und unterste davon soll sogar der Teufel persönlich gebaut haben.
Die Geschichte dazu gibt es hier:
Devils Bridge

image

Leider ist der Rhododendron schon im verblühen.
image

Auf dem ganzen Weg rund um den Rheidol Wasserfall können wir viele Büsche im Wald entdecken. Rund 90 Meter stürzen die Wassermassen (aufgefüllt durch den vielen Regen der letzten Tage) lautstark herab.

image

image

Der Weg ist richtig anstrengend und die unzähligen Naturstufen sind alle sehr hoch und uneben.

image

Wir dachten, die 80 Kilometer bis zu unserem Bergidyll schaffen wir spielend – das war ein ziemlicher Irrtum. Was die Waliser hier als Straße bezeichnen ist eine Zumutung.
image

Wir haben uns gefühlte 20x verfahren, sind mindestens 500 Meter rückwärts zur letzten Ausweichstelle gefahren, haben Hasen und Fasane verjagt, sind zwischen Schafen durchgefahren, ein Hofhund wollte Morty in die Reifen beißen und mitten in der Pampa hat uns eine sehr nette englische Dame auf deutsch den Weg erklärt. Verrückter Tag. Letztlich sind wir nach 2,5 Stunden aber doch glücklich im Blockhaus angekommen. Jetzt haben wir uns die drei Tage Pause verdient.

Diese Feriensiedlung haben wir im Internet gefunden und auf Verdacht gebucht. Glück gehabt, denn wir haben Internet, Swimmingpool und ein Gym, Spülmaschine und vieles mehr was das Leben erleichtert.

image

Tag 7 Wales: Bala Lake und Aberystwyth

Der einzige Trost bei dem Wetter, ganz Europa hat den Regen – nicht nur wir.

Aber die Landschaft hier im Norden von Wales ist ein Träumchen.

image

image

Wir haben uns extra kleine Straßen ausgesucht um mehr davon zu sehen.

image

Und dann hat uns so ein Chaot fast über den Haufen gefahren. Er hatte ein Wohnmobil überholt und uns übersehen. Zum Glück ist es noch einmal gut gegangen.

Daraufhin haben wir erst einmal Pause an dem sehr schönen Bala Lake gemacht und in einem Tea-Room bei Tee und Gebäck den nächsten Regenguss abgewartet.

Zum Glück sind hier alle Schilder zweisprachig, sonst wären wir total aufgeschmissen, denn unsere Walisischkenntnisse gehen gegen null…..

image

Gegen Mittag waren wir in Aberystwyth, einem ehemals mondänen Badeort. Die Sonne hat uns bereits erwartet 😀

image

Sehr schön ist die Strandpromenade und die Burgruine aus dem 13. Jahrhundert. Einzelne Gebäude sind schön restauriert. Der Ortskern aber ist sehr heruntergekommenen, es scheint wirtschaftlich ziemlich miserabel zu laufen.

Als wir in unserem Hotel eintreffen, werden wir schon erwartet 😉

image

Mit dem Zimmer haben wir ausgesprochen Glück, bisher das schönste
image

Mit dem genialen Ausblick:
image

Vermutlich werden wir uns bis zum 22. Juni nicht melden können, wir haben uns in Südwales in ein Blockhaus eingemietet um ein wenig zu wandern und zu entspannen. So wie es aussieht ohne Internet und Telefon. Keine Panik, wir melden uns vermutlich am 22. Juni wieder aus Oxford.

Tag 6 Chester

Die Autobahnen sind gut beschildert und mit dem Navi finden wir uns mittlerweile gut zurecht. Auch das Links fahren flutscht jetzt.

Die Lkws überholen uns links und rechts, das fühlt sich gefährlich an. Rund um die Großstädte Leeds und Manchester ist der Verkehr auf den 8-spurigen Autobahnen gewaltig. Das liebe Wetter will uns einfach keinen schönen Tag gönnen. Wenigstens war die Fahrt trocken.

image

Chester ist definitiv einen Besuch wert. Die Stadtmauer ist fast komplett um den Altstadtkern erhalten.

image
Durch den Ort fließt der Dee.

image

Es gibt besondere alte Häuser, die miteinander verbundenen Arkadengalerien, die sogenannten Rows, sie beherbergen kleine Geschäfte.

image

Wunder schön ist auch das Eastgate mit der Eastgateclock, sie sind Teil der Stadtmauer.

image

Im Grosvenor Shopping Center fühlt man sich gleich wohl, optisch ein Highlight.

image

Die Restauration und der Erhalt der Kathedrale von Chester wird komplett aus Spenden und Vermietung der Räume finanziert. Man erhält die Eintrittskarten mit dem Betrag null und wird gefragt wieviel man Spenden möchte. 3 Pfund seien üblich sagte uns die freundliche Dame am Eingang, aber wir finden das legitim. Nachdem draußen ein heftiges Gewitter tobte haben wir uns länger dort aufgehalten. Ein bemerkenswertes Bauwerk, mit Veränderungen und Anbauten aus allen möglichen Epochen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nachdem der Regen nicht nachlassen wollte, haben wir uns mit etwas zum ‚aufwärmen‘ und feiern ins Hotelzimmer zurück gezogen.

image

Morgen fahren wir nach Aberystwyth in Wales. Der Wettervorhersage nach soll es schön werden, wir vertrauen darauf 😉

Tag 5 Scarborough und York

Das Full Englisch Breakfast kann ich nur bedingt empfehlen………

Mal wieder Nieselregen und ein kalter Wind heute morgen, was solls:
Dach auf, Jacke an und los geht’s. Scarborough liegt in einer sehr schönen Bucht. So ein richtiges englisches Seebad. Zwischen den beiden Stränden auf einem Berg liegt die Ruine einer alten Burg. Von hier aus wurde das Hinterland gewarnt, wenn von der Meerseite aus Feinde angriffen. An der Felsenklippe unterhalb der Ruine brüten hunderte Möwen und auf dem Friedhof unterhalb liegt die Schriftstellerin  Anne Brontë 1849,  ( wiki ) die  jüngste der Brontë Geschwister.

Weiter geht die Fahrt durch schönes hügeliges Hinterland nach York, eine der schönsten mittelalterlichen Städte Englands. Mit fast 200.000 Einwohnern allerdings verkehrstechnisch eine Katastrophe.  Wir haben versucht mit dem Bus in die Stadt zu fahren, nach 2 Stationen sind wir ausgestiegen und gelaufen – das ging schneller.  St.  Peter war leider wegen einer Veranstaltung geschlossen, so konnten wir das Minster nur von außen bewundern. Aber der Bummel durch die Altstadt hat uns versöhnt. Nach einem ausgiebigen Essen haben wir uns (nachdem an der Haltestelle ca. 50 brav in einer Reihe wartende Engländer standen) wieder zu Fuß durch das Verkehrschaos auf den Weg zum Hotel begeben.

Heute haben wir bei Morty einen kleinen  Riss im Auspuffkrümmer entdeckt, das müssen wir beobachten. Sollte eigentlich keine Probleme machen. Morgen geht es nach Chester.

Tag 4 Saltburn-by-the-Sea und Whitby

Endlich schönes Wetter 🙂 sofort haben wir das Verdeckt aufgemacht und die Luft genossen. Das links fahren ist immer noch sehr aufregend, wird aber jeden Tag besser.

image

Saltburn-by-the-Sea ist ein kuscheliges kleines Seebad mit einem Lift zum Strand, der seit 1884 mit Wasserdruck betrieben wird. Es geht rund 50 Meter tief zum Strand hinab. Für 1 Pfund kann man sich den beschwerlichen Ab- und/oder Aufstieg sparen. Das haben wir natürlich sofort ausprobiert und sind runter gelaufen und hoch gefahren.
image

Diesen unglaublichen Friedhof mit 200 – 250 Jahre alten Gräbern, einer sehr schönen Lage
und mit kleiner Kirche haben wir am ‚Wegesrand‘ gefunden.
image

image

Whitby mit seiner phantastischen Abbey ist ein sehr besonderer Ort. Die Ruine hat eine sehr beruhigende Ausstrahlung.
image

Im Ort kann man sehr schön bummeln und kleine Souvenirs kaufen ;).
image

Der Schmuck wird aus versteinerte Holz gemacht und ist ganz Schwarz.

Thomas hat hier seine lang ersehnten, hervorragenden Fish and Chips gegessen. (nein,  ich habe mich nicht getraut und einen Burger gegessen).

image

Wir fühlen uns hier sehr wohl, auch weil die Betreiber des Bed & Breakfast  sehr nett sind. Der Hausherr besitzt einen Triumph Staag, den er gerade restauriert  und somit hatten wir gleich genügend Gesprächsstoff. Wir sind gespannt wie uns das erste Full Englisch Breakfast bekommt, wir sind noch nicht sicher ob die Mägen das vertragen. Morgen dazu mehr.

Tag 3 Beamish Museum und Durham

Oh Mann, der Linksverkehr ist gewöhnungsbedürftig und heute am ersten Tag super anstrengend gewesen. Dazu kommt ein beharrlicher Nieselregen.  Egal, wir sind ja schließlich nicht zum Spaß hier 😆

Das Beamish Museum ist sehr liebevoll gemacht. Alle Mitarbeiter hier sind entsprechend dem dargestellten Leben um 1900 gekleidet und super freundlich. Es gibt Doppeldeckerbahnen und -busse die einen gut über das riesige Gelände bringen.
image
image

Das kleine Städtchen hat alles was es früher gab – bis hin zum Zahnarzt  (da haben wir es heute gut).

image

Es gab in der Bäckerei leckeres Gingerbread zum probieren. Im Teahouse wurden uns Tee und Scones serviert.

Den Nachmittag haben wir in Durham verbracht. Die Tübinger Partnerstadt ist sehr hübsch, die haben auch eine Art Neckargasse und die gleichen Parkautomaten wie in Tübingen.
image

Leider ist es an manchen Ecken aber auch etwas schäbig. Dafür ist die Durham Cathedral super schön und wirklich beeindruckend.

Wir hatten das Glück einen Studentenchor bei der Probe zu hören – tolle Akustik!
image

image

Unsere heutige Unterkunft scheint direkt aus Monty Python’s Fawlty Towers entsprungen zu sein.
image

Und es heißt auch noch Farnley Tower. Ein nettes australisches Ehepaar hatte den gleichen Gedanken, wir haben sehr darüber gelacht.
Bilder müssen wir noch nachliefern, denn die Internetverbindung scheint hier noch über ein 14.4 Modem zu laufen….