Statt einem längeren Stau im Elbtunnel, haben wir die Fährverbindung über die Elbe gewählt.
Elbfähre WischhafenKleiner Seitenausläufer der Elbe
Weil wir erst am Nachmittag in die Büsumer Ferienwohnung konnten, haben wir uns Glückstadt angesehen. Der Ort ist kleiner, als der Name vermuten lässt. Etwas über 10.000 Einwohner.
„Dat schall glücken und dat mutt glücken, un dann schall se ok Glückstadt heten“ – So lautete der Plan vom Glück, als der dänische König Christian IV. 1617 den ersten Grundstein vor den Toren Hamburgs legen ließ. Er wollte eine uneinnehmbare Festungs- und Hafenstadt an der Unterelbe erschaffen. Der Name Glückstadt und die Fortuna im Wappen standen sinnbildlich für diesen Plan.
Fleet mit Springbrunnen Marktplatz StadtkircheRathausBaudenkmal Alter Salzspeicher (links)Hafen
Das verregnete Wetter ist uns leider gefolgt, aber es war deutlich besser als gestern. Es war sehr viel los in der Innenstadt. Demos, Wahlstände und -veranstaltungen, Musik und Kunst Happening. Bremen ist eine Mischung aus Großstadt und Historischem Museumsquartier. Auch hier gibt es viele beeindruckende, sehr alte Gebäude.
St. Petri-DomDeutsche Bank Neptunbrunnen Marktplatz Der RolandRathaus Böttcherstraße Die Havanna LoungeBremer Bonbon Manufaktur Die Bremer Stadtmusikanten Dar Bremer Loch: Die eingeworfenen Münzen kommen der Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe zu Gute, die damit Projekte für die Menschen in der Stadt unterstützt.St. Petri-Dom, Opferkerzen Pannekoekschip Admiral Nelson, aktuell geschlossen St. Petri-DomRathaus, Herolde am Ostportal
Heute sind wir auf der ersten Etappe einer kleinen Reise an die Nordsee. Leider regnet es Hunde und Katzen. Wir machen das Beste daraus. Die Altstadt ist größtenteils erhalten ca. 1.500 Fachwerkhäuser, wunderbar restauriert und wirklich sehenswert. Goslar (ca. 50.000 Einwohner) hat eine lange Geschichte, 979 erstmals urkundlich erwähnt und schon seit der Römerzeit Erzabbaugebiet. Hier ein paar Eindrücke:
RathausKaiserworthMarktplatz mit Brunnen Goslarer Nagelkopf, 1981 Rainer KriesterSt. Cosmas und Damian Taufbecken (1573, Margnus Karsten)St. Jakobus der Ältere, TaufbeckenRelief Gestaltung der Aussenfassade durch den Stuttgarter Bildhauer Otto Herbert HajekBrunnen mit goldenem GreifSt. Jakobus der Ältere, Orgel
Kaiserpfalz
Aus Wikipedia:
„Das Kaiserhaus ist der größte und zugleich besterhaltene Profanbau des 11. Jahrhunderts in Deutschland und gilt als größter Profanbau seiner Zeit. Er diente insbesondere den Salierkaisern als bevorzugte Aufenthaltsstätte. Das Gebäudeensemble der Kaiserpfalz beeindruckte bereits im 11. Jahrhundert derart, dass der Chronist Lampert von Hersfeld vom „berühmtesten Wohnsitz des Reiches“ sprach.
Der Pfalzbezirk gehört seit 1992 gemeinsam mit der Goslarer Altstadt und dem ehemaligen Bergwerk Rammelsberg zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Kaiserpfalz Goslar ist Bestandteil der Welterbe-Route des UNESCO-Welterbes im Harz.“
Hinter dem Kaiserbau gibt es einen kleinen Garten, da haben wir eine Skulptur von Henry Moore entdeckt, gestiftet von einem Goslarer Bürger.
Das etwas außerhalb von Goslar gelegene Erzbergwerk Rammelsberg blickt ebenfalls auf eine lange Geschichte. Beeindruckend ist das Museum, der Rundweg dauert ca. 1,5 Stunden. Teile davon haben den Charme eines Lost Places. Unter der Woche, früh am Morgen ist man fast alleine. Für Technik interessierte ein absolutes muss. Die Fahrt durch die Stollen sollte man rechtzeitig online buchen, wir hatten leider Pech.
Es ist jetzt schon ein richtig schöner Winter. Gestern gab es mindestens 20 cm Neuschnee und heute morgen hat die Sonne dem ganzen einen atemberaubenden Zauber verliehen. Wir waren bei Kusterdingen auf der Hochfläche spazieren. Ein richtiges Winterwunderland.
Stuttgart Fernsehturm Revival, nach mindestens 20 Jahren haben wir uns den Stuttgarter Fernsehturm als Ziel der heutigen Ausfahrt ausgesucht.
Die „Betonnadel“ ist der älteste seiner Gattung, er wurde 1956 eingeweiht und sendete bis in die 2000er Jahre Radio- und TV-Signale. Aktuell wird nur noch DAB plus Radio gesendet.
Weitere Informationen zur Geschichte und der Technik gibt es auf der Homepage:
Blick in Richtung Plochingen und Esslingen Eingang zu den beiden Aufzügen Blick Richtung Mitte und Ost am rechten Bildrand Wasen und StadionMitte und Süd, Richtung HeslachAuf 150 Metern ist die Besucherplattform, darüber die Antennenanlage Westen Richtung Rotenwald Stadtmitte mit Baustelle Stuttgart 21Der Parkplatz, Gina steht in der Mitte links Blick in Richtung Schwäbische Alb und Flughafen
Als Oldtimerliebhaber ist die Geburtsstadt von Gottlieb Daimler auf jeden Fall einen Besuch wert. Schorndorf hat ca. 40.000 Einwohner und liegt am Rand des Schurwaldes östlich von Stuttgart. Durch glückliche Umstände und der Vermittlung von Walter Arnold gelang es trotz Wiederstand der örtlichen Wehrmacht Schorndorf kampflos an die Amerikaner zu übergeben. Der historische Ortskern wurde so erhalten. Im Geburtshaus von Gottlieb Daimler ist eine kleine Ausstellung mit Geschichten und Gegenständen aus seinem Leben kostenlos zu sehen.
Die erste Pause haben wir in Horb am Neckar gemacht. Ein ganz hübsches Städtchen mit ca. 25.000 Einwohnern. Leider sehr viel Leerstand in der Innenstadt, aber auch ein paar sehr nette kleine Geschäfte und viele gut renovierte historische Gebäude.
Nächster Halt war in Sulz am Neckar, halb so groß, aber sehr gepflegt und mit einer sehr entspannten Stimmung. Wir haben am Marktplatz vor einer Bäckerei Kaffee getrunken und es uns gut gehen lassen.
Zu guter Letzt haben wir noch das Wasserschloss Glatt besucht. Glatt ist ein Ortsteil von Sulz und es ist eines der ältesten Renaissance-Schlösser hier in Süddeutschland. Im angrenzenden Park steht eine wunderschöne alte Winterlinde, sie ist ca. 400 Jahre alt und hat einen Umfang von 7,41 Meter.
Naturdenkmal, WinterlindeEr ist schon tot, er weiß es nur noch nicht. Roland Martin, Bronze 1995
Immer wieder landen wir auf unseren Ausflügen in Zwiefalten. Ein Spaziergang durch die Anlage ist immer wunderschön und jedesmal entdecken wir etwas neues.
Ein Spätsommertag wie aus dem Bilderbuch, wir sind heute über Stuttgart, Remseck, Freiberg und Pleidelsheim nach Besigheim gefahren. In den Weinbergen ist gerade Weinlese, überall waren Traktoren mit Kisten voller Trauben und Menschen jeden Alters, die Trauben geerntet haben. Vom stattfindenden Winzerfest in Besigheim haben wir erst vor Ort erfahren und die Gelegenheit gleich genutzt um einen Bummel durch die Straßen zu unternehmen. Es gab allerhand leckeres zum Essen und natürlich Wein, Likör, Sekt und vieles mehr aus den heimischen Trauben. Entspannte Menschen, Musik und auch ein Fischerstechen rundete bei 28 Grad den Ausflug ab.
Weinberge direkt am Neckar Freiberg am Neckar, Schlosskelter
Besigheim bietet eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbilder in Süddeutschland.
Das Wetter will uns den Abschied leichter machen, schafft es aber nicht. Diese herrliche Landschaft, der Duft nach Heckenrosen und Holunder und diese weiche Briese haben uns gefangen genommen. Das kann leider kein Bild vermitteln, wohl aber die liebenswerten Ecken, Dörfer, Städtchen und Strände. Auch das etwas hingemurmelte „Moin“ der einheimischen Bevölkerung wird uns fehlen. Wir lassen es heute ruhig ausklingen, haben deshalb wieder ausgiebige Strandspaziergänge unternommen. Jetzt am späten Nachmittag ist die Sonne uns wieder gewogen.
Es ist alles gepackt, morgen früh geht es auf die baustellengespickte A7 – Danke für eure Reisebegleitung 👋🏻 bis zum nächsten Urlaub oder dem nächsten Oldtimerausflug.