Juni 2024 Heide i.H. und Meldorf

Leider wieder bewölkt und auch Regen ist dabei, das ganze gewürzt mit einigen Sturmböen. Wir haben uns zwei aus dem ADAC Toursets angepriesene Städte in der Nähe für unseren heutigen Ausflug ausgesucht.

Heide in Holstein

Mit etwas mehr als 20.000 Einwohnern eine eher kleine Stadt mit sehr wechselvoller Geschichte. Der riesige Marktplatz hatte im 15. Jahrhundert Platz für die Landesversammlung der 12.000 wehrfähigen Männer von Dithmarschen. Hier noch eine interessante Geschichte vom NDR dazu:  Wie Dithmarscher Bauern den König besiegten

Wirtschaftlich eher benachteiligt, wird es wohl nach dem Bau der durch die EU geförderten Batteriefabrik mit ca. 3.000 Arbeitsplätzen durch die Firma Northvolt aus Schweden aufwärts gehen.

Erwähnenswert ist noch die erst 1993 gegründete Fachhochschule Westküste für Wirtschaft und Technik.

Meldorf

Meldorf ist ein wunderschöner kleiner Flecken mit viel Flair. Der Dom St. Johannis (Erster Bau 810-826 das heute Gebäude ist aus dem 13. Jahrhundert) gilt als einer der bedeutendsten mittelalterlichen Kirchenbauten an der Westküste und ist außergewöhnlich schön.

Vor dem Dom auf dem Nordermark steht eine Büste von Manfred Sihle-Wissel sie stellt Carsten Niebuhr (1733-1815), einen Forschungsreisenden, Mathematiker und Kartografen dar. Er ging im Auftrag des dänischen Königs auf Forschungsreise nach Arabien. Seine dort angefertigten Vermessungen machten ihn zu einem der bedeutensten Kartografen seiner Zeit. Nach seiner Forschungsreise wurde er vom dänischen König als Landschreiber in Meldorf eingesetzt, wo er 1815 starb.

Unbedingt empfehlenswert ist die Werkstatt und der Laden der Stiftung Mensch in der Alten Pastorei. Sehr liebevoll gestaltetes Kunsthandwerk aus Ton und Stoff.

Juni 2024 Büsum, Kitesurfer und Deichschafe

Gestern waren wir noch einmal in Büsum bummeln. Heute scheint sie wieder, die Sonne ☀️ es ist aber windig (bis 60 kmh) und kühl (10-15 Grad). Das richtige Wetter für einen langen Deichspaziergang. Wenn man die Kondition hat, könnte man die ca. 20 Kilometer bis zum Eidersperrwerk laufen. Wir begnügen uns mit etwas weniger.

Deichpanorama

Juni 2024 Eidersperrwerk und Sankt Peter Ording

Eidersperrwerk

Es ist heute wieder etwas trüb, aber trocken. Ein Ausflug über das Eidersperrwerk nach Sankt Peter Ording geht auch ohne Sonne ☀️

Hier eine kurze Erläuterung zum Eidersperrwerk von ChatGPT:

Das Eidersperrwerk in Schleswig-Holstein ist das größte deutsche Küstenschutzbauwerk und schützt die Küstenregion vor Sturmfluten und Überflutungen. Es besteht aus einem festen Bauwerk, einer beweglichen Sperranlage und einem Schöpfwerk. Das Sperrwerk kann bei Bedarf geschlossen werden, um den Wasserfluss zu stoppen, während das Schöpfwerk das Wasser aus dem Binnenland abführt. Als technisches Meisterwerk und beliebtes Ausflugsziel ist das Eidersperrwerk ein Symbol für den Kampf des Menschen gegen Naturgewalten und ein wichtiger Beitrag zum Küstenschutz in Deutschland.

Gar nicht so schlecht diese KI 😉

Aber was man erst sieht, wenn man selber vor Ort ist: es brüten aktuell Seeschwalben und Lachmöwen am Eidersperrwerk. Die Kleinen sieht man erst auf den zweiten Blick, die sind braun getupft und damit super getarnt.

Brutplätze

Sankt Peter Ording

Auf 3.877 Einwohner kommen 423.000 Tagesgäste und 2,2 Millionen Übernachtungen pro Jahr, das ist schon heftig. Der zugehörige Strand ist schon beeindruckend, breit und fast unendlich. Und bei dem Wetter heute waren wir fast alleine.

Mai 2024 Bremen

Das verregnete Wetter ist uns leider gefolgt, aber es war deutlich besser als gestern. Es war sehr viel los in der Innenstadt. Demos, Wahlstände  und -veranstaltungen, Musik und Kunst Happening. Bremen ist eine Mischung aus Großstadt und Historischem Museumsquartier. Auch hier gibt es viele beeindruckende, sehr alte Gebäude.

Mai 2024 Goslar

Heute sind wir auf der ersten Etappe einer kleinen Reise an die Nordsee. Leider regnet es Hunde und Katzen. Wir machen das Beste daraus. Die Altstadt ist größtenteils erhalten ca. 1.500 Fachwerkhäuser, wunderbar restauriert und wirklich sehenswert. Goslar (ca. 50.000 Einwohner) hat eine lange Geschichte, 979 erstmals  urkundlich erwähnt und schon seit der Römerzeit Erzabbaugebiet. Hier ein paar Eindrücke:

Kaiserpfalz

Aus Wikipedia:

„Das Kaiserhaus ist der größte und zugleich besterhaltene Profanbau des 11. Jahrhunderts in Deutschland und gilt als größter Profanbau seiner Zeit. Er diente insbesondere den Salierkaisern als bevorzugte Aufenthaltsstätte. Das Gebäudeensemble der Kaiserpfalz beeindruckte bereits im 11. Jahrhundert derart, dass der Chronist Lampert von Hersfeld vom „berühmtesten Wohnsitz des Reiches“ sprach.

Der Pfalzbezirk gehört seit 1992 gemeinsam mit der Goslarer Altstadt und dem ehemaligen Bergwerk Rammelsberg zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Kaiserpfalz Goslar ist Bestandteil der Welterbe-Route des UNESCO-Welterbes im Harz.“

Hinter dem Kaiserbau gibt es einen kleinen Garten, da haben wir eine Skulptur von Henry Moore entdeckt, gestiftet von einem Goslarer Bürger.

Wikipedia, Henry Moore

Der Goslarer Krieger, 1975

Erzbergwerk Rammelsberg

Das etwas außerhalb von Goslar gelegene Erzbergwerk Rammelsberg blickt ebenfalls auf eine lange Geschichte. Beeindruckend ist das Museum, der Rundweg dauert ca. 1,5 Stunden. Teile davon haben den Charme eines Lost Places. Unter der Woche, früh am Morgen ist man fast alleine. Für Technik interessierte ein absolutes muss. Die Fahrt durch die Stollen sollte man rechtzeitig online buchen, wir hatten leider Pech.

Erzbergwerk Rammelsberg