2025 November Lütjenburg und Bismarckturm

Lütjenburg hatten wir schon einmal im Sommer besucht, Zeit für einen erneuten Besuch.

Ein netter eher kleinerer Ort mit etwas über 5.000 Einwohnern. Sehr authentische kleine Backsteinhäuser und am frühen Vormittag sehr friedlich.

Das älteste Haus ist aus dem Jahr 1576 das  „Färberhaus“ bzw. Maacksches Haus, aktuell ist darin das Standesamt untergebracht.

Die Sankt Michaelis Kirche ist ein Backsteinbau aus dem Jahr 1156. Der Altar mit geschnitztem Aufsatz (1476) ist von einem unbekannten Künstler. Das Grabmal der Reventlowschen Gruft steht in einer Seitenkapelle. Es wurde 1608 für Otto von Reventlow und seine Familie gebaut. Der flämische Bildhauer Robert Coppens hat damit eines der bedeutendsten Kunstwerke der Spätrenaissance in Schleswig-Holstein erschaffen. Die betuchten adeligen Familien haben Adelsstühle, eine Art Loge an den Seiten gehabt.

Der Bismarckturm

Vom Gemeinderat der Stadt im März 1897 erstmalig beraten, im März 1898 beschlossen und im September des gleichen Jahres bereits eingeweiht. Bezahlt wurde das Vorhaben durch Anteilsscheine, die von der Bürgerschaft (es waren keine der ortsansässigen Adeligen dabei) gekauft wurden. Da die Einnahmen aus der Turmbesteigung und der verpachten Gaststätte so hoch waren konnte 1903 der Turm von der Gemeinde übernommen werden.

Seinen Namen bekam der Turm 1900 zu Ehren von Otto von Bismarck.

Turmhügelburg Lütjenburg

Sehr liebevoll und lebendig dargestellte Zeitgeschichte, von einem Verein in Handarbeit hergestellt. Authentische Hügelburg (château à motte), wie sie in dieser Gegend im 13. Jahrhundert üblich waren. Es gibt tatsächlich etliche Hügel, die in der ansonsten flachen Landschaft auffallen. Allein ca. 5.700 handgeschmiedete Nägel, sowie 71 Kubikmeter Eichenholz aus den umliegenden Wäldern wurden verarbeitet um die Burg mit der Brücke zu bauen. Hier finden auch Mittelalterfeste, Gottesdienste, Vorträge und Konzerte statt.

https://www.turmhuegelburg.de

Lütjenburg

Entspannter, schöner Ort mit historischer Altstadt und spätgotischer Michaeliskirche. Und ein wunderbares Niederegger Marzipaneis gab es obendrein 😋