Unser Ziel ist die Pfalz. Als erstes steuern wir Bad Dürkheim an.
Seit dem 14. Jahrhundert sind die Salzquellen in Bad Dürkheim urkundlich erwähnt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Maxquelle am Nordrand von Bad Dürkheim (1856–1859) erschlossen und mit einem Brunnenhaus überbaut. Den Namen bekam sie nach dem damaligen Regenten, König Maximilian II. von Bayern. Sie ist 364 m tief und hatte einen höheren Salzgehalt als die früher genutzten sieben Quellen. Früher gab es sechs Gradierwerke, heute nur noch ein einziges, das bis heute erhalten.
Seit 1904 wurde das qualitativ gute Wasser therapeutisch für das Gradierwerk, für Bäder und als Heilgetränk verwendet. Bis 1913 wurde aus dem Wasser Sole zur Salzherstellung gewonnen.
Wir haben hier in einem Hotel direkt neben Solebad und Gradierwerk übernachtet und konnten so beides genießen. Die Wirkung des Salzgehaltes am Gradierwerk ist wirklich spürbar und das Wasser im Solebad sehr weich und angenehm. Der Ort vermittelt einen entspannten Eindruck und es lässt sich vortrefflich durch die Straßen schlendern.












Das Gradierwerk stellt heute eines der größten Freiluftinhalatorien Deutschlands dar. Zu diesem Zweck verfügt es über einen fast 700 m langen Umgang in drei Meter Höhe entlang der Dornenwände. Vergleichbar mit der salzhaltigen Luft an der Nordsee bringt die regelmäßige Inhalation der salzhaltigen Luft (Aerosol) durch die Verrieselung der Salzsole an den Dornenwänden Linderung vieler Atemwegserkrankungen und wirkt vorbeugend. Der Salzgehalt beträgt je nach Jahreszeit und Witterung 7 bis 15 Prozent der Umgebungsluft. Die Sole enthält zusätzlich Mineralien und wird seit 1997 aufwändig entarseniert.
