Bernkastel-Kues

Zu Fuß haben wir heute Bernkastel erkundet, obwohl wir in den vergangenen Jahren schon öfter hier waren. Es ist einfach nett und macht Spaß hier durch den schönen Ort zu bummeln. Das Wetter war uns heute wieder hold, kalt aber trocken und sogar mit zeitweisem Sonnenschein ☀️

Ein pittoreskes kleines Städtchen, direkt an der Mosel gelegen. Auf der anderen Moselseite sieht man Kues und Wehlen. Auf der Bernkasteler Seite gibt es einen schönen alten Ortskern mit diversen sehenswerten Fachwerkhäusern. Diese Siedlung soll schon über 5.000 Jahre existieren.

An sehr vielen Häusern gibt es Angebote zum Übernachten/ Speisen/Weintrinken. Man hat aktuell hier ein wenig das Gefühl, dass es nur noch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen gibt.

Danach waren wir noch im Zylinderhaus ein 2017 eröffnetes Automobil, Zweirad, Technik und Nostalgiemuseum. Ca. 100 Fahrzeuge, vorrangig aus deutscher Produktion sind auf drei Etagen verteilt. Wirklich liebevoll zusammengestellte und aufwändig arrangierte Exponate. Es gibt einige seltene Stücke zu sehen sowie Falco’s Käfer und seine Vespa. Für die ganze Familie gibt es was zu bestaunen. Nach diesem Ausflug in die letzten hundert Jahre Fahrzeuggeschichte empfiehlt sich eine Pause im Restaurant nebenan.

Impressionen aus dem Zylinderhaus Museum

Cochem (Cuchuma)

Glück und Pech

Kaum zu glauben, nach ein paar Schneeflocken heute morgen sind wir beim Spaziergang durch Cochem von der Sonne 🌞 überrascht worden. Cochem (Wikipedia) ist die kleinste Kreisstadt Deutschlands. Mit ca. 5.000 Einwohnern wirklich schnuckelig.

Wir sind froh, nicht im Hochsommer zur Touristen-Hauptzeit hier zu sein. Gemütlich durch die Gassen schlendern macht echt Spaß, Montag Vormittag wirkt alles wie im Winterschlaf.

Leider können wir nicht in den Bundesbankbunker (Wikipedia). In der Nebensaison hat dieser nur am Wochenende geöffnet. Die Geschichte ist aber sehr interessant. Von 1964 bis 1988 wurden in dieser geheimen Anlage, zwei getarnte Wohnhäuser mit einem Bunker darunter, 15 Milliarden D-Mark eingelagert um nicht zu sagen atomsicher versteckt. Diese sollten im kalten Krieg als Inflationsabwehr/Notwährung dienen.

Sehr schön ist die Reichsburg, hoch über der Stadt. Den Weg hinauf haben wir uns gespart, nachdem wir gestern durch die Weinberge geklettert sind, waren die Waden nicht willig 🙈

Wanderung durch die Kröver Weinberge

Weil es heute nicht regnet, haben wir eine Wanderung durch die Weinberge unternommen. Dabei konnten wir am eigenen Leib spüren, welche Anstrengungen die Arbeit an diesen extrem steilen Lagen bedeutet. Das nächste Glas Wein werde ich mit mehr Achtung trinken.

Impressionen, Kröver Weinberge

Nebeltag

Heute ist es sehr nebelig, nach einem kleinen Spaziergang wird jetzt nur noch die Sauna angeworfen und entspannt. Die Ziegen im Streichelzoo sehen das Wetter auch gelassen 😎

2023 Mosel

ein Kurztrip an die Mosel ist unsere nächste Reise, diesmal Wetterbedingt ohne Oldtimer.

A61 trotz Freitag und Streik im öffentlichen Dienst ganz entspannt

Zwischenstop im Hundsrück in Simmern, da kann man den Gefängnisturm vom Schinderhannes (Johannes Bückler) https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_B%C3%BCckler?wprov=sfla1

besichtigen. Ich erinnere mich noch gut an den Filmklassiker https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schinderhannes?wprov=sfla1

mit Curd Jürgens und Maria Schell.

reisen mit und ohne auto

«Das Leben ist wie Fahrrad fahren. Um die Balance zu halten, muss man in Bewegung bleiben.»

Albert Einstein (1879 – 1955), deutscher Physiker

Nach und nach werden wir einige frühere Reisen einbauen und natürlich aktuelle hinzufügen.

Fazit einer spannenden Reise

In der Tat ein sehr spannender Ausflug in eine etwas andere Welt.

Das Andere:

In England wird nicht nur links gefahren, es gibt viele Kleinigkeiten, die anders sind. Das Besteck im Lokal liegt links auf dem Tisch, die Steckdosen sind anders und haben alle einen eigenen Schalter zum Einschalten. Die Wasserhähne sind alle zu nahe am Beckenrand, kalt ist links, warm rechts. Die Türschlösser sind nach links zum zuschließen. Im Supermarkt wir schon heute häufig selber gescannt und am Automaten bezahlt. Die Straßen sind in einem schlechten Zustand, wie vieles im Land. Die historischen  Gebäude und Kirchen sind meistens gut renoviert und gepflegt, da zahlt man gerne auch in Kirchen Eintritt. Uns sind aber viel mehr Obdachlose in den Straßen aufgefallen, nicht nur die üblichen Bettelbanden, die man hier auch in vielen Innenstädten sieht.

Wetter:

Tja und das Wetter – einfach ugly. Sicher hat es in Deutschland auch viel geregnet, aber irgendwie scheint es in England öfter und länger zu regnen. Vor allem der fiese, ausdauernde Nieselregen geht an die Substan, und wenn dann die Sonne herauskommt wird es sofort sehr schwül.

Brexit:

Die Brexit Kampagnen wurden mit viel Heuchelei und Lügen geführt. Die Fernsehdiskussionen eine einzige Katastrophe. Die Menschen haben sich in den Fußgängerzonen fast geschlagen, weil sie anderer Meinung waren, nicht gerade zivilisiert. Das Ausscheiden bei der Fußball-EM gegen den Underdog Island ist da nur noch das Sahnehäubchen auf das ganz Brexit-Elend. Wir drücken die Daumen, dass Großbritannien einen vernünftigen Weg für sich findet und trotzdem in unserer nähe bleibt. Vielleicht hilft es uns ja auch die etwas angestaubten EU-Ideen weiter zu entwickeln und den Bürokratiewahnsinn etwas einzudämmen. Hoffentlich lernt Europa etwas aus dem Brexit.

Landschaft:

Sehr gut gefallen haben uns die kahlen Bergrücken mit den grasenden Schafen und die hohen Hecken, die die Landschaft in kleine Mosaike teilen.Die unglaubliche vielfalt an historischen Gebäuden. Wer ein wenig Interesse an Geschichte hat, wird seine wahre Freude daran haben. Die großen Städte sind verkehrstechnisch die blanke Katastrophe, wir waren zu Fuß oft schneller als die Autoschlange, in der auch die Busse standen. Die vielen Kreisverkehre sind sehr gewöhnungsbedürftig und für den Durchgangsverkehr eher verzögernd. Wen es in einsame Landschaften lockt, der ist in Wales sehr gut aufgehoben. Kilometerlange einsame Straßen, besser Sträßchen – oft nur eine Spur breit und mit Ausweichstellen alle 500 Meter. Mit großen Autos oder gar Wohnmobilen nicht zu empfehlen. An den Küsten ist das Wetter oft besser als im Landesinneren, aber die Hotels an den Uferpromenaden wirken oft nicht einladend, sind vielfach unrenoviert und leicht antiquiert. Wir haben es nicht ausprobiert, sondern sind lieber in Bed & Breakfast ins Hinterland ausgewichen.

Essen:

Eine Reise lohnt sich aber immer, auch wegen diverser Leckereien (Tea, Scones, Clotted Cream, Shortbread, Lemon-Curd, Bacon, Pies, Steaks, Burger und vieles mehr hat uns sehr gut geschmeckt. Eine schöne Sache sind die Tea-Rooms, nicht so etepetete wie die deutschen Kaffees und mit lecker Tee und Gebäck zu einem erschwinglichen Preis. Zum Full English Breakfast können wir nur sehr robusten Mägen raten, aber man kann sich Teile davon heraussuchen und muss sicherlich nicht hungern.

Menschen:

Wir haben fast ausschließlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Engländer sind freundlich, neugierig und kommunikativ. Und in zwei heiklen Situationen haben uns zwei super nette, etwas deutsch Sprechende Ladies weitergeholfen. Die Welt ist manchmal sehr  klein.

In den nächsten Wochen wird es auf Flickr, viele zusätzliche Bilder in besserer Qualität als hier auf dem Blog geben. Der Link dazu: weitere Fotos zur Reise: Morty 2016

Danke allen Mitlesern für das Feedback und die Begleitung – so waren wir nie ganz alleine 🙂

 

Tag 16 Dünkirchen – Reutlingen

Nachdem es uns nicht besser geht haben wir uns entschlossen, nach Hause durchzufahren. Das eigene Bett ist die beste Medizin. Es war eine harte Tour, von 9 Uhr bis 19:45 Uhr (mit Tank und Kaffee-Pausen) für rund 800 km. Regen, Sonne, Wolken, Nebel…

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Die Feststellung des Tages:
Morty ist fitter, als seine beiden Fahrer – er ist ja auch jünger ;-).

Schönes Wetter zum Schluß:

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Nach ca. 3.500 Kilometern, 18 verschiedenen Orten und 13 verschiedenen Hotels/Betten in 16 Tagen, 6 Ländern, dem Brexit, der Fußball EM, Wetterkapriolen und sehr vielen verschiedenen Eindrücken sind wir echt platt.

26.06.2016; 19:43 Uhr Heimat:

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Fazit der Reise, noch mehr Bilder und Info’s folgen in den nächsten Tagen – erst eimal ausschlafen und auskurieren.

Tag 15 Fähre Dover – Calais; Dünkirchen

Ein sehr schöner Abschied aus England, tolles Frühstück im White House von einem sehr angenehmen Hotelbesitzer, frisch und mit Liebe zubereitet.
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Beim Thema Brexit war er wiederum total enttäuscht von dem Ergebnis und stinksauer auf die verlogene Kampagne der Leave-Truppe. Auch er war der Meinung, dass die Abstimmung das Land gespalten hat und es viel Aufarbeitung benötigt um zur Normalität zurückzukehren. Er hofft auf ein freundschaftliches Verhältnis zur EU. Man spürt überall dir Verunsicherung der Leute.

Ein schöner letzter Morgen in England und mit offenem Verdeck nach Dover – selten genug auf dieser Reise. Die Überfahrt bei Sonnenschein und ohne besondere Vorkommnisse.
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Dover mit beginnendem Regen
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Calais bei Sonnenschein

Leider sind wir beide erkältet und überhaupt nicht mehr fit. Waren trotzdem gerade in der Stadt zum essen. Sofort haben wir England vermisst, das glaubt kein Mensch, wie unfreundlich so eine französische Bedienung sein kann. Die Engländer sind viel serviceorientierter und vor allem freundlicher!

Unser Hotelzimmer liegt direkt im Hafen und wir waren sehr überrascht, wie schön es hier in Dünkirchen ist.

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Hier ein paar Impressionen.

Tag 14 Hastings

Die Nachricht vom Ausstieg der Engländer aus der EU hat uns kalt erwischt. Die Pensionswirtin hat sich gefreut. Auf unsere Nachfrage, ob sie ganz gegen die EU ist sagte sie, dass das ja nicht wirklich ein Ausstieg wird, sondern nur eine Pause und neue Verhandlungen über den Vertrag und die Mitbestimmung in der EU. Wir konnten nur mit dem Kopf schütteln, wie naiv.

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Sonne, wir können es fast nicht glauben.

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Nach einem reichlichen Frühstück machen wir uns früh auf die Socken, denn der Weg heute ist weit. Wir haben rund 300 km vor uns, an die südost Küste. Ironie des Schicksals, wir haben uns beide im Lokal gestern beim Essen erkältet, 💩 Klimaanlagen. So bleibt das Verdeck halt zu. Dann noch über eine Stunde (für 14 km) im Stau auf der Autobahn bei Chichester.
Dafür entschädigt uns die Unterkunft in Hastings.
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Das rechte obere Fenster ist unser Zimmer.
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Mit Blick auf die Bucht und das Meer,

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mit Garten, Swimmingpool und offenem Kamin.

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Der Terassengarten ist liebevoll angelegt, ganz leicht verwildert und zum umherwandeln ein Traum.

Ein schöner Abschluss für einen etwas verkorksten Tag.

Die Bilder zu Tag 3 Beamishmuseum und Durham sind jetzt online.
Tag 3, jetzt mit Bilder