Zwei so unterschiedliche Tage, gestern sonnig, eiskalt und windig. Heute morgen alles weiß und milder.









Zwei so unterschiedliche Tage, gestern sonnig, eiskalt und windig. Heute morgen alles weiß und milder.









Lütjenburg hatten wir schon einmal im Sommer besucht, Zeit für einen erneuten Besuch.
Ein netter eher kleinerer Ort mit etwas über 5.000 Einwohnern. Sehr authentische kleine Backsteinhäuser und am frühen Vormittag sehr friedlich.



Das älteste Haus ist aus dem Jahr 1576 das „Färberhaus“ bzw. Maacksches Haus, aktuell ist darin das Standesamt untergebracht.

Die Sankt Michaelis Kirche ist ein Backsteinbau aus dem Jahr 1156. Der Altar mit geschnitztem Aufsatz (1476) ist von einem unbekannten Künstler. Das Grabmal der Reventlowschen Gruft steht in einer Seitenkapelle. Es wurde 1608 für Otto von Reventlow und seine Familie gebaut. Der flämische Bildhauer Robert Coppens hat damit eines der bedeutendsten Kunstwerke der Spätrenaissance in Schleswig-Holstein erschaffen. Die betuchten adeligen Familien haben Adelsstühle, eine Art Loge an den Seiten gehabt.





Der Bismarckturm
Vom Gemeinderat der Stadt im März 1897 erstmalig beraten, im März 1898 beschlossen und im September des gleichen Jahres bereits eingeweiht. Bezahlt wurde das Vorhaben durch Anteilsscheine, die von der Bürgerschaft (es waren keine der ortsansässigen Adeligen dabei) gekauft wurden. Da die Einnahmen aus der Turmbesteigung und der verpachten Gaststätte so hoch waren konnte 1903 der Turm von der Gemeinde übernommen werden.
Seinen Namen bekam der Turm 1900 zu Ehren von Otto von Bismarck.





Das Wetter ist gerade eher zum relaxen geeignet. Sturm bei 2 bis 4 Grad und Dauerregen. Für November ist das aber normal, also kein Problem. Da hatte ich Zeit in den gemachten Aufnahmen herumzustöbern. Hier eine Auswahl an Bildern der Ostsee, also einfach Meer:












Heute haben wir ein richtiges Schmuckstück entdeckt, den Aussichtsturm Hessenstein. Wir waren ganz alleine und konnten in Ruhe alles ansehen.
Eine Metallwendeltreppe mit 111 Stufen führt hinauf, im Turm sind wunderschöne kleine bunte Fenster angebracht, die ein sanftes Licht erzeugen.
Der Ausblick von der Ostsee bis zum Selenter See ist ein Traum, vor allem bei Sonnenschein und einem kalten Wind mit wildem Wolkenspiel.






Der kleine Ort hat eine lange Geschichte, den ehemaligen slawischen Fürstensitz Starigard im 8. Jahrhundert erbaut und mehrfach zerstört und wieder aufgebaut (1300 endgültig abgebaut). Einzig der bis heute gut erhaltenen Burgwall ist noch zu besichtigen.
Die älteste Backsteinkirche Nordeuropas St. Johannis erbaut 1156, die leider im Winter für Besucher geschlossen ist.
Und noch das historische Rathaus im Zentrum mit Marktplatz und kleinen Läden, Kaffees und dem im Aufbau befindlichen Weihnachtsmarkt.












Auf dem Weg von Wendtorf nach Oldenburg in Holstein gibt es viele schöne Alleenstraßen.
Nachdem es gestern den ganzen Tag geregnet hat, haben wir heute wunderschönes, leicht kühles und windiges Wetter. Optimal für einen langen Strandspaziergang.

Dieser kleine Plattfisch, vermutlich eine Scholle oder Flunder lag auf dem Weg und zuckte noch. Wir haben ihn zurück ins Wasser gebracht, wir denken eine Möwe hat ihn fallen lassen.

Die Ostsee ist heute etwas rauh und hat sogar leichten Wellengang.





Die Gräser am Strand entlang haben sich wunderbar im Wind bewegt.




Und noch ein paar Ostseebilder




Und auf dem Rückweg haben wir Hansi’s Bank entdeckt – einfach rührend ❤️

Der Schleswiger St.-Petri-Dom, hat eine über 900-jährige Geschichte. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1134, Baubeginn war in etwa 1100. Ursprünglich als dreischiffige romanische Basilika mit flachen Decken errichtet, wurde der Dom im Laufe der Jahrhunderte zu einer spätgotischen Hallenkirche mit gotischen Gewölben umgebaut und erweitert. Der berühmte Westturm, das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Schleswig, wurde von 1888 bis 1894 erbaut und ist 112 Meter hoch.
Wir waren richtig begeistert von der Atmosphäre und dem unglaublichen Licht im Dom.






Zu sehen gibt es viele wunderbare Kunstwerke. Hier eine kleine Auswahl:






Wunderschöne kleine Siedlung, rund um den Friedhof umrahmt von kleinen alten Fischerhäuschen. Früher auf einer Insel in der Schlei gelegen, ist heute mit dem Festland verbunden.






Flensburg ist mit gut 96.000 Einwohnern so groß wie Tübingen, wirkt aber irgendwie städtischer. Die erste Assoziation zum Kraftfahrtbundesamt KBA mit Sitz in Flensburg, hatte ich zu meinen (in jungen Jahren) dort gut abgelagerten „Punkten“. Die Stadt hat eine wechselvolle Geschichte und ist eng mit Dänemark verbunden. 1920 wurde in einer Volksabstimmung mit 75 % für den verbleib im Deutschen Reich gestimmt.
Die Stadt ist auch bekannt für das Flensburger Bier und Braasch Rum.










Museumshafen
In Flensburg war unser bevorzugtes Ziel der Museumshafen – ein lebendiges Freilichtmuseum mitten im Herzen der Stadt. Hier liegen historische Segelschiffe und traditionelle Kutter. Die Boote sind liebevoll und mit viel Aufwand restauriert worden. Einige bieten „Open Ship“-Events an, bei denen man die einzigartigen Schiffe entdecken und das Flair vergangener Zeiten hautnah spüren kann. Höhepunkt war für uns die „Dagmar Aaen“ von Arved Fuchs. Aufmerksam geworden sind wir darauf durch den Podcast von Arved Fuchs und Bärbel Fening.
https://www.arved-fuchs.de/de/ocean-change-2025/podcast
Das sind faszinierende Berichte der Expeditionen mit und ohne die Dagmar Aaen aus fast vier Jahrzehnten. Absolut hörenswert.







Nachtrag Video aus dem Museumshafen
Probsteierhagen ist ein historisches Dorf mit einer langen Geschichte, erstmals erwähnt wurde die Gemeinde 1259. Der Historische Pfad ist akribisch und liebevoll angelegt worden. Auf 29 Stationstafeln gibt es Informationen zu den jeweiligen Gebäuden, ihren ehemaligen Besitzern und der früheren Nutzung.
Hier sind alle Tafeln in einer PDF zum Nachlesen:
https://www.probsteierhagen.de/cms/wp-content/uploads/2017/09/historischer_pfad.pdf






Älteste Erwähnung im Kieler Stadtbuch 1264 als indago comitis (Wildgehege des Grafen). 1543 war Christoph Pogwisch Besitzer der Güter Hagen und Dobersdorf.
Das Herrenhaus wurde von Hinrich und Lucia Blome in den Jahren 1647 bis 1649 erbaut. In den 1930er Jahren von der Gemeinde gekauft und als Grundschule, Marine Lazarett und seit 2011 als Veranstaltungslokation genutzt. Der Park beim Schloss ist wunderschön und es gibt viele uralte, riesige Bäume darin.
Weitere Informationen hier:
https://www.schloss-hagen.de/schloss-hagen/historie/















Ruhige Tage mit langen Spaziergängen und Schiffsbeobachtungen prägen die letzten Tage. Es entspannt und entschleunigt ungemein. Es ist wunderbar still hier und damit der Schlaf ungestört und ausgiebig. Die Schiffe und Boote in der Marina werden jeden Tag weniger, die Bootswerft ist mit dem kranen gut beschäftigt.














Das Naturschutzgebiet Bottsand in Wendtorf ist ein seit 1939 geschütztes Biotop an der Kieler Außenförde. Es umfasst ungefähr 91 Hektar. Hier gibt es natürliche Strände, Dünen, Salzwiesen, Röhricht und Windwatten. Das Gebiet ist Brutplatz für seltene Strandvogelarten (Zwergseeschwalben, Sandregenpfeifer, Austernfischer und Küstenseeschwalben). Es wird auch als Rastplatz von zahlreichen Zugvögeln genutzt (Alpenstrandläufer, Kiebitze, Goldregenpfeifer etc.).
Der Bottsand ist Teil des Natura-2000-Netzwerks und steht unter besonderem Schutz mit ganzjährigem Betretungsverbot, um die Vogelbrut zu schützen. Für Besucher gibt es die NABU Naturstation Bottsand auf dem Deich, die Informationen zu Flora, Fauna und Naturschutz, sowie geführte Vogelbeobachtungen anbietet.









Heikendorf wurde erstmals 1233 urkundlich erwähnt und war früher ein kleines Fischerdorf an der Kieler Förde. Heute ist es eine beliebter Urlaubsort. Möltenort gehört heute zu Heikendorf und ist historisch ein Fischereihafen, der vor allem in den 50er-Jahren eine wichtige Rolle für die regionale Fischerei spielte. Viele der Fischer kamen damals aus Ostpreußen und prägten das maritime Leben.






Das U-Boot Ehrenmal gedenkt allen deutschen U-Boot-Fahrern, die in den beiden Weltkriegen sowie im Frieden auf See ums Leben kamen. Auf Bronzetafeln sind ihre Namen (ca. 35.000) verewigt. Es ist ein Ort der Erinnerung und Mahnung, heute wichtiger denn je.






Laboe ist malerisches Ostseebad an der Kieler Förde. Es liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich von Kiel und gehört historisch zu Holstein. Es ist sehr bekannt als familienfreundlicher Badeort und hat einen malerischen Hafen, in dem eine Station der Seenotrettung liegt. Das Wahrzeichen ist das Marine-Ehrenmal mit seinem hohen Turm. Von oben hat man einen phänomenalen Ausblick auf die Förde.









